Workshop:
Sexuell konotiert: Show me how you work, fucking capitalism
Fachbereich 03 Uni Frankfurt

AG Arbeit und Geschlechterverhältnisse im Postfordismus
Dass Arbeit geschlechtsspezifisch zugeteilt verrichtet und hierarchisiert wird , ist ein mittlerweile klassisch gewordener Gegenstand feministischer Kritik. Neuere feministische Ansätze machen zudem darauf aufmerksam, wie durch die jeweils vorherrschende Arbeitsteilung eine je spezifische Form der Zweigeschlechtlichkeit überhaupt erst produziert wird. Angesichts sich verändernder ökonomischer und gesellschaftlicher Bedingungen – insb. die massive Kommodifizierung „reproduktiver“ Tätigkeiten, das Brüchigwerden des Normalarbeitsverhältnisse, Anrufungen von als weiblich konnotierten „soft skills“ als Basisqualifikation jeglicher Beschäftigung etc., stellt sich die Frage nach der postfordistischen Reartikulation von Arbeit und Geschlechterverhältnissen. Aus verschiedenen feministischen Perspektiven – natürlich mit besonderer Berücksichtigung der theoretischen Inputs der Wertkritik (Wertabspaltungstheorem) und des Postoperaismus (biopolitische Produktion) – wollen wir uns diese Fragen stellen und dabei gleichzeitig die Brauchbarkeit der einzelnen theoretischen Ansätze überprüfen. Selbstredend lassen wir uns dabei von der Frage leiten, welche emanzipatorischen Perspektiven gegenwärtig sichtbar sind, die auf ein Leben jenseits von ökonomischen und biopolitischen Zwängen und Hierarchisierungen deuten.